Christoph G.

Ich denke diese Trennung zwischen Berufsarbeit und Leben, wie sie viele Menschen auch so empfinden, ist verkehrt. Arbeit, auch die Berufsarbeit, ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Und wenn wir für uns und andere ein erfülltes und glückliches Leben wünschen, dann muss auch die berufliche Arbeit so gestaltet sein, dass wir sie nicht nur als Belastung und Stress erleben. Ich glaube das geht nur, wenn Menschen an ihrer Arbeit auch demokratische Rechte haben. Im Augenblick hat Arbeit mit Demokratie nichts zu tun. Arbeit ist nicht demokratisch strukturiert, aber da müssen wir hinkommen. Ich finde auch, es gibt viel nicht nur unnütze, sondern auch viel verkehrte Arbeit. Das erleben wir jetzt z.B. in der Auseinandersetzung um die Kohle und den Klimawandel. Noch schlimmer ist es, was die Waffenproduktion angeht. Dass man lebensfeindliche, lebenszerstörende Dinge herstellt, ist furchtbar. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn wir Wirtschaft und Arbeit wirklich demokratisch organisieren würden, dass wir nicht darüber hinwegkommen werden. Und wenn Menschen noch viele Generationen gemeinsam auf diesem Planeten leben sollen, müssen wir Waffen und Kriege überwinden und alle Kräfte für das Leben aller Menschen und aller anderen Lebewesen einsetzen.