Anonym

Ich finde bei all der Sicht auf die Arbeit, darauf wie viel Zeit dort verbracht wird usw darf man nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht arbeiten können. Entweder weil es einfach keine passende Stelle für sie gibt oder weil sie eine Erkrankung oder Behinderung haben, die es unmöglich macht arbeiten zu gehen bzw es noch weiter erschwert eine passende Stelle zu finden. Weshalb also schauen so viele auf genau diese Menschen herab? Wer wird sich ausgesucht haben schwere Depressionen zu haben? Wer wird sich freiwillig für Krebs gemeldet haben um nicht arbeiten zu müssen? Und selbst ohne derartige Erkrankungen ist es einfach nicht möglich für jeden Menschen eine passende Stelle zu finden. Die Menschen in diesen Situationen sind oft verzweifelt. Viele würden schon von sich aus nahezu jede Arbeit annehmen, die ihnen angeboten wird. Der Rest wird unter Androhung von Sanktionen eben dazu gezwungen nahezu jede Arbeit anzunehmen. Ist einem die 'angebotene' Arbeit gesundheitlich nicht möglich muss das ärztliche Attest vom viel zu geringen Regelsatz selber bezahlt werden. Ich finde es muss ein Umdenken stattfinden. Besser als ALG 2 wäre natürlich ein bedingungsloses Grundeinkommen. Es würde Menschen so viel mehr Freiheiten geben. Doch wie soll das umgesetzt werden? Ich wäre schon mit der Umsetzung eines Einkommens-/Vermögensbasierten Grundeinkommen zufrieden. So würde es nur bekommen wer bedürftig ist und dies nachweisen kann aber sämtliche Sanktionen für "nicht erscheinen" oder für "Arbeit nicht angenommen" würden wegfallen. Doch ich weiß, dass behauptet wird Menschen wollen dann nicht arbeiten. Ich glaube aber Menschen würden auch ohne Sanktionen Arbeit suchen. Und die die es nicht würden ... die tun es auch mit Sanktionen nicht.