Rudolf

35 Jahre

Seit ich 14 Jahre alt bin, erwirtschafte ich durch meine Arbeit als Schüler, Student und jetzt Vollzeitler Gelder für die Rente und Sozialleistungen der Gesellschaft. Darauf war ich immer schon stolz, denn dies auf Basis meiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten leisten zu können, verstehe ich als Privileg. Ein Kind, dass 30 Jahre nach mir geboren worden ist, wird seinen Renteneintritt erleben, wenn die klimapolitischen Kipppunkte erreicht worden sein könnten und die globale Existenzgrundlagen viel umkämpfter wären. Das bekümmert mich. Weniger um meinetwegen, aber aufgrund der kommenden Generationen, wünsche ich mir eine gelebte Generationengerechtigkeit. Diesen Gedanken sehe ich bei der Rentengeneration, die von auch mir unterfüttert wird, nur wenig. Ich werde weiter arbeiten und gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaften. Aber ich hätte ihn gern anders verteilt gesehen. Weil die Konsumentscheidungen des einzelnen Menschen globale Zukunften verbauen, träume ich zumindest von der Räterepublik von vor 100 Jahren. Aber da wird wohl ein Traum bleiben. Schwarmintelligenz zum Überleben ist manchen klügeren Tieren vorbehalten.