Eight hours of rest and relaxation

digitale Videolectureperformance in zwei Teilen von Chiara Marcassa und Ricarda Hillermann

Vor einigen Wochen haben wir den Podcast von Chiara Marcassa und Ricarda Hillermann – eight hours of rest and relaxation – vorgestellt. Für die Reihe Ich.MENSCH wurde der Text im Rahmen einer zweiteiligen Videoarbeit adaptiert.

Eine Frau kämpft mit der Schlaflosigkeit; eingeschlossen in ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung in der hessischen Metropole, auf die ihre Lebensrealität angesichts der Ausgangsbeschränkungen reduziert wurde, sucht sie die notwendige Entspannung, die den Schlaf fördern soll. Das gelingt ihr aber nur schwer. Auf der anderen Seite: eine Sprachnachricht aus der Mobilbox, Zigarettenrauch, der Anblick von den Medikamenten auf dem Nachttisch, Schatten und Lichter der Straße. Die Protagonistin lässt sich von diesen Sensationen und Erinnerungen in eine melancholische, aber reflektierte Stimmung versetzen, welche durch ihre Erzählung auch den hörenden geboten wird. Doch in der Einsamkeit ihrer Wohnung quält sie ein grundsätzlicher Zweifel: ist sie überhaupt wach oder ist alles nur ein lebhafter Traum?

Der Podcast wurde im Winter 2020 für Wilsonstrasse fm produziert, gefördert durch den pandemiebedingten Notfallfonds der Stadt Frankfurt am Main. Für die Reihe Ich.MENSCH wurde der Text im Rahmen einer zweiteiligen Videoarbeit adaptiert.

Das ganze Hörstück in acht Folgen findet ihr unter: https://www.wilsonstrassefm.com/eighthours?fbclid=IwAR0WBpLzlQE2fJxLZnPWUK1YnguHbkcLxC53z48tciJjw7lxgsu0Vk7xjXw

Chiara Marcassa (*1997 in Treviso, Italien) arbeitet seit der Schulzeit als Performerin und Kostümbildnerin. Beim Studium am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen produzierte sie ihre ersten Arbeiten, welche sich mit der Performativität autobiografischer Narrative beschäftigen, auf der Suche nach einer sich entwickelnden Weiblichkeit; diese Suche verwirklicht sich in Texten, Hörstücken und Live-Performances. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Gießen.

Ricarda Hillermann (*1998 in Zürich, Schweiz) arbeitete als Praktikantin unter anderen am Theater Neumarkt in Zürich und am Berliner Ensemble. Sie schrieb für die Süddeutsche Zeitung in München und arbeitet zurzeit an ihrem ersten Roman. Im Rahmen des Studiums der Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen entstanden in unterschiedlicher Zusammenarbeit Hörstück, Performance und Kurzfilm. Zur Zeit arbeitet sie als Dramaturgin für Niels Wehr, dessen Stück «Always Hardcore» im Mousonturm (Frankfurt) Ende April 2021 prämiert.


Teil I

Teil II