Bärbel W.

Hier in der Werkstattkirche macht sich die Natur überall breit. Wir bepflanzen Schubladen, Schuhe und Badewannen und es kommt immer noch irgendwas dazu. Wir hatten ein Fotoprojekt, wo wir z.B. parkende Autos neben Spielgeräten in Szene gesetzt haben. Dabei ist uns aufgefallen, wie viel Platz Autos wegnehmen und wie wenig Platz für den Menschen und besonders die Kinder, die hier leben, dazwischen noch bleibt. Menschen und Natur brauchen mehr Raum. Wir haben zur Verbesserung des Grundwasserspiegels z.B. jetzt den Hof vor der Werkstattkirche entsiegelt, pflanzen eine Hecke an der Straße und Gemüse im Hochbeet, bringen alles Mögliche zum Blühen. Es gibt zwar viel Grün hier im Stadtteil, aber irgendwie fehlt der Nutzen daran. Es müsste viel mehr Gärtnermöglichkeiten geben, bei denen auch ein Stadtkind Erfahrungen sammeln kann und weiß, wo unsere Nahrung herkommt. Wenn jeder sein Schnitzel vorher schlachten müsste, gäbe es wahrscheinlich viel mehr Vegetarier und Möhren anbauen ist auch nicht so ganz einfach. Das sollte man wissen, wenn man in den Supermarkt geht. Genau umgekehrt ist es mit der Müllproduktion, z.B. Verpackungsmüll, der schnell in den Einkaufswagen geladen wird und ewig braucht, bis er wieder einem natürlichen Kreislauf zugeführt wird. Wir müssen lernen, Müll zu vermeiden und möglichst viele Dinge wieder zu verwenden oder zu recyceln, das ist schon im Kindesalter lernbar. Alles steht und fällt mit der Erziehung und Bildung der Kinder, mit ihren Erfahrungen für nachhaltiges Leben und eine gesunde Zukunft.